Henri

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Cicerone Performance Dr. Rudolf H. Röttinger

Heinrich Röttinger-Zweifel

Zweite Generation

Geboren 7. Juni 1866
Vater Johann Jakob Röttinger-Fehr
Mutter Verena Röttinger-Fehr
Signiert seit der Ausbildung in Südfrankreich mit «H[en]ri Röttinger», bisweilen «H[en]ry Röttinger».
Ausbildung Gymnasium mit Griechisch und Latein in Zürich. 1882 bis 1885 Kaufmännische Ausbildung im Kaufhaus Arnold und Wegmann am Rennweg 26 in Zürich. 1. Oktober 1885 bei Charles Host, Import und Export (Mandeln, Öle, Südprodukte) in Aix-en-Provence. 1887 Avril Frères, Aix-en-Provence. 1889 Übernahme der kaufmännischen Leitung der Glasmalerei Röttinger in Zürich, die künstlerisch seit 1887 vom Bruder Jakob Georg Röttinger geführt wird. Nachdem Jakob Georg Röttinger am 28. Februar 1913 verstorben ist, führt Heinrich Röttinger-Zweifel das gesamte Geschäft bis zu seiner Erkrankung im Spätherbst 1947.
Heirat Getraut in Netstal am 6. Mai 1902 mit Ida Zweifel aus Mollis (Bürgerin von Linthal), (3. Juli 1877 bis 12. März 1962 in Zürich); in dieser Kirche haben Jakob Georg und Heinrich Röttinger eben die ersten beiden Fenster erstellt.
Werkauswahl 1914 Predigerkirche Zürich: «Zwinglis Abschied von Zürich am 11. Oktober 1531», gestiftet von Familie E. Naef-Michel, Karton entworfen von Walter Naef-Bouvin (23. November 1872 bis 15. April 1934), Fenster anlässlich der Renovation 1964-1968 unter der Leitung von Architekt Paul Hintermann ausgeglast und bis 2007 auf Liftschacht der Predigerkirche verschollen; anlässlich der Renovation 2006-2007 unter Architekt Peter Fässler wieder entdeckt; das Fenster soll restauriert und am alten Standort wieder eingesetzt werden; 1920 Menziken (Aargau), Villa Eintracht; 1925 Alte Kirche Zürich Affoltern: drei Chorfenster, Entwurf von Rudolf Münger, Bern (10. November 1862 bis 17. September 1929); 1928 Kirche Rheinau; 1931 Ehemaliges Zisterzienserkloster Kappel am Albis, Kirche; Tagsatzungssaal Rathaus Baden (Aargau); 1918 Kirche Maschwanden; 1935 Kirche Hemmenthal; 1939 Wappenscheiben der Zünfter zur Schneidern im Zunfthaus zum Königstuhl in Zürich; 1941 paritätische Kirche Glarus, in Zusammenarbeit mit August Wanner (21. Februar 1886 bis 21. Juli 1970) Ersatz der Chorfenster von Johann Jakob Röttinger, die 1940 beim Brand der Kirche zerstört wurden; Restauration alter Kabinett- und Wappenscheiben, so zum Beispiel im Schweizerischen Landesmuseum Zürich anlässlich der Evakuation und Wiedereinsetzung der Bestände im Zweiten Weltkrieg, im Museum Solothurn und in der Kirche Oberkirch bei Frauenfeld.
Nachkommen Heinrich Röttinger-Tschudi (31. Oktober 1903 in Zürich Enge bis 12. Februar 1983 in Zürich), Georg Walter Röttinger-Wyss (1. Oktober 1905 in Zürich Enge bis 3. Oktober 1980 in Luzern), Verena Ida Kaplan-Röttinger (20. August 1913 in Zürich Altstadt bis 20. Januar 2005 in Ann Arbor, Michigan, USA).
Gestorben 12. Juli 1948. Mit dem Tod von Heinrich Röttinger-Zweifel wird die Produktion am Standort Oetenbachgasse 13 in Zürich eingestellt; das Geschäft wird vom Sohn Heinrich Röttinger-Tschudi weitergeführt.

Quellen

BERGMANN, Uta: Die Zuger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts. Herausgegeben vom Kanton Zug und dem Schweizerischen Zentrum für Forschung und Information zur Glasmalerei Romont. Mitherausgeberin: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. 668 S. Zug: Kanton Zug / Romont: Schweizerisches Zentrum für Forschung und Information zur Glasmalerei / Wabern (Bern): Benteli / o. O.: Uta Bergmann, 2004. ISBN 3 7165 1338 5. Seiten 193 und 313.

BÖHMER, Roland: Das ehemalige Zisterzienserkloster Kappel am Albis: Haus der Stille und Besinnung (Kanton Zürich). Schweizerische Kunstführer GSK. 50 S. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 2002. ISBN 3 85782 728 9. Seite 35: Heinrich Röttinger-Zweifel (nicht Hermann Röttinger).

BOSSARDT, Jürg A[ndrea] / KAISER TRÜMPLER, Astrid / TRÜMPLER, Stefan e. a.: Glasmalerei im Kanton Aargau: Einführung zur Jubiläumspublikation 200 Jahre Kanton Aargau. 10+86 S. [Aarau]: Regierungsrat des Kantons Aargau / Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, 2002. [ISBN 3 906738 31 0]. Seite 19-21: 1920 (nicht 1820): Menziken, Villa Eintracht.

LANDBOTE (15. Juli 1948)162: Nachruf Heinrich Röttinger-Zweifel.

MONATSBLAETTER DES TURNVEREINS ALTE SEKTION ZUERICH 36(1948)9, Seiten 129 bis 131: Nachruf Heinrich Röttinger-Zweifel.

NEUE GLARNER ZEITUNG 92(23. Juli 1948)169, Seite 3: In memoriam Heinrich Röttinger-Zweifel, verfasst von Dr. Jakob WINTELER, Staatsarchivar des Kantons Glarus.

NEUE ZUERCHER NACHRICHTEN 41(3. August 1945)179, 2. Blatt: Hundert Jahre Glasmalerei Röttinger.

NEUE ZUERCHER NACHRICHTEN 44(15. Juli 1948)163, 3. Blatt: Nachruf Heinrich Röttinger-Zweifel.

NEUE ZUERCHER ZEITUNG 166(3. Oktober 1945)1481, Morgenausgabe, Blatt 2: Hundert Jahre Glasmalerei Röttinger.

NEUE ZUERCHER ZEITUNG 169(14. Juli 1948)1497, Abendausgabe, Blatt 7: Nachruf Heinrich Röttinger-Zweifel.

S'GLETTIBRAETT: Hausblatt der löblichen Zunft zur Schneidern in Zürich 21(1948), Seite 3: Nekrolog von Heinrich Röttinger-Zweifel.

SPILLMANN, Emil: Zürich-Affoltern: Seine Geschichte. Im Auftrag des Quartiervereins Zürich-Affoltern bearbeitet von Emil SPILLMANN. Zürich-Affoltern: Quartierverein, 1951.

TAGESANZEIGER FUER STADT UND KANTON ZUERICH 53(2. August 1945)179, 2. Blatt: Hundert Jahre Glasmalerei Röttinger.

TAGESANZEIGER FUER STADT UND KANTON ZUERICH 56(14. Juli 1948)163, 3. Blatt: Nachruf Heinrich Röttinger-Zweifel.

VATERLAND 115(16. Juli 1948)164, Seite 3: Nachruf auf Heinrich Röttinger-Zweifel.

© Cicerone Performance Dr. Rudolf H. Röttinger
Homepage http://www.roettinger.ch oder http://www.cicerone.ch
Fassung vom 1. November 2007
Letzte Revision 1. Juli 2008
Nächste Revision 1. August 2008